Zeremonien
Zeremonien des Regenwaldes
Die Schamanen des Regenwaldes arbeiten mit einer Pflanze, einer Liane, die auch Ayahuasca heißt. Sie nennen sie die Königin der Heilpflanzen, die Mutter, la Purga - die Reinigende. Die ersten Zeugnisse dieser schamanischen Tradition sind über 3600 Jahren alt.
Mit Ayahuasca reisen die Schamanen in die Unterwelt, vollziehen die notwendigen Handlungen die zur Heilung, Propehtie etc. benötigt werden - einem Tod vergleichbar und stehen erneut auf. Hier erfahren sie auch welche Pflanzen der Mensch zu seiner Heilung benötigt, verwandeln sich manchmal in die Pflanze und erfahren die Wirkung der Pflanze direkt. Oft gehen sie in tagelange Diät, um Pflanzen meditativ oder mit Ayahuasca zu erfoschen.
Typisch für den Konsum von Ayahuasca ist eine Übelkeit, die häufig zum Erbrechen führt. Manche Menschen reagieren mit einem teilweisen Verlust der Bewegungsfähigkeit. Meist erzeugt der Trunk starke Visionen, die als heilig gelten. Während der Zeremonie herrscht Dunkelheit und es werden spezielle Lieder gesungen, die der Seele als Landkarte dienen.
In Brasilien wurde der Konsum von Ayahuasca per Gesetzentscheid geklärt, d.h.
offiziell legalisiert. Durch diese Legalisierung kam Ayahuasca auch zu wissenschaftliche Zwecke an die Universitäten. So liegen wissenschaftliche Studien vor, die belegen, das Menschen mit häufiger Ayahuascakonsum länger vital, gesund und über eine bessere Gedächtnisleistung verfügen. Auch liegen dadurch Studien vor, dass Ayahuasca in der Drogentherapie therapeutische Dienste leistet.
In Peru wurde die Pflanze, bzw. das Gebräu im Juli 2009 zum Weltkulturerbe erklärt, somit der Bevölkerung als Heilmittel gesichert.
Die Kirche Santo Daime benutzt Aayahuasca für ihre religiösen Praktiken, nicht nur in Brasilien, sondern auch in Europa.
